Eigentliches Wissen ist für mich nicht erworbenes Wissen, wie es einem zum Beispiel in der Schule vermittelt wird, sondern Wissen, das ICH durch meine eigene Erfahrung erworben habe. Wenn ich beispielsweise an Liebe und Verliebtsein denke, dann trage ich eigenes Wissen in mir, was mir möglicherweise nie mehr verlorengeht.
Wie verbringe ich meinen Tag
Habe ich Freude daran, dass ich Schöpfer bin. Verbringe ich meinen Tag mit Spielen oder mit Dienen. Verbringe ich meine Zeit mit dem was wirklich wichtig ist oder verbringe ich meine Zeit mit Schund, mit Dingen, die keine Rolle spielen. Was ist wichtig angesichts der Unendlichkeit meines Seins.
Disziplin bedeutet für mich, mir selber Gewalt anzutun. Wieviel kann ich davon verkraften? Disziplin widerspricht meinem natürlichen Fluss, das oder jenes wirklich tun zu wollen, richtig Bock daraufzuhaben. Und ich bin vielleicht noch stolz darauf, was ich alles geleistet habe.
Ich kann mein Sein nicht erklären, ich kann es nur für mich selbst erleben.
Ich muss nichts tun um zu wachsen
Ich habe in mir den inneren Drang voranzukommen, mich in einen ideologischen Idealzustand zu bringen. Dafür muss noch dieses und jenes Seminar, Coaching, diesen oder jenen Workshop, diese oder jene Veranstaltung noch besucht haben. Außerdem mindestens zwei Stunden am Tag meditieren, bestimmte Rituale befolgen, und und und. Eine endlose Litanei von Aufgaben, die ich mir selbst auferlegen kann oder es einfach auch lassen kann, in dem Wissen, das ich sowieso alles erreichen werde, was ich will. Die Vielfalt an Angeboten jedenfalls, um meine „Not“ zu befriedigen, ist gigantisch. Mich mit „Zwang“ weiterentwickeln zu müssen, scheint ein Irrtum zu sein, wie beim Hund, der der Wurst hinterherläuft. Das Gras wächst auch einfach so, ohne Anstrengung. Warum muss ich zu etwas zwingen?
Mache ich es mir gemütlich?
Mache es mir gemütlich, wenn ich Zeit habe. Ich kann mir körperlich gemütlich machen, indem ich die für mich in dem Moment optimale Körperposition einnehme. Aber ich kann darüber hinausgehen, indem ich es mir auch geistig oder mental und emotional gemütlich mache. Das ist jetzt meine Zeit und niemand und nichts hat jetzt das Recht, mich zu stören.
Ich verpasse etwas
In mir macht sich manchmal das Gefühl breit, dass ich etwas verpassen könnte. Wenn ich Ruhe haben möchte, muss ich dieses Gefühl loslassen.
Schmerz entsteht immer dann, wenn die natürliche Energie, das was ich eigentlich bin, nicht mehr frei fließen kann.
Leid entsteht erst dann, wenn wir überfordert sind, wenn wir keine Antworten auf auftretende Situationen haben. Schmerz kann hilfreich sein, um über Lösungen nachzudenken, aber daraus muss kein Leid entstehen und gibt auch keinerlei Rechtfertigung für Leid.
Begeisterung vs. Bestrafung
Begeisterung für eine Sache ist für das wirkungsvollste und schönste Mittel Prozesse voranzutreiben. Ich bin von der Gesellschaft erzogen worden, mich selbst zu bestrafen, wenn ich mich nicht gesellschaftskonform verhalte. Die Gesellschaft funktioniert für mich als Korrektiv. Aber neue, revolutionäre Ideen haben – zumindest in der Vergangenheit – immer erst einmal kritische Reaktionen hervorgerufen.